Biomasse Nahwärme und Biomasse-KWK in NÖ

Mit Ende des Jahres 2018 standen in Niederösterreich insgesamt 769 Biomasse-Nahwärmeanlagen und 27 Biomasse KWK(Kraft-Wärme-Kopplung)-Anlagen (somit in Summe 796 Anlagen) mit einer gesamten installierten Biomassekessel-Leistung von rund 939 MW in Betrieb.

Die Summe der Anschlussleistungen, der mit Wärme versorgten Objekte, beträgt rund 1.328 MW. Nach Einbeziehung sämtlicher Änderungen der spezifischen Eckdaten durch Erweiterungen bereits bestehender Anlagen und Vornahme diverser Korrekturen aufgrund von Nacherhebungen von älteren Anlagen stellt sich die Nahwärmestatistik 2018 folgendermaßen dar:

Biomasse aus Holz

Über eine Gesamt-Nahwärmetrassenlänge von 1.113.600 Laufmetern werden mehr als 36.000 Anschlüsse mit Wärme aus Biomasse versorgt. Die Wärme wird durch den Einsatz von 4.560.000 Schüttraummetern an Waldhackgut aus der Land- und Forstwirtschaft, und 1.478.000 Schüttraummetern an Sägespänen und Säge­hackgut (in Summe 6.038.600 Schüttraummeter) in Heiz- und Heizkraftwerken sowie durch den Einsatz von rund 17.000 t Stroh in Heizwerken erzeugt. Diese Brennstoffmenge entspricht rund 20.000 Tanklastzüge Heizöl.

Im Vergleich dieser Zahlen spiegelt sich eine Verbesserung der Versorgungsstruktur der einzelnen Anlagen im Hinblick auf die Wärmebelegung (=Verhältnis von Anschlussleistung zu Trassenlänge) wieder. Auf Grund der Ausrichtung der Projekte - weg von langen Ortsnetzen hin in Richtung Ortskern-Versorgung - stieg die Wärme­belegung auf über 1,0 womit eine im Schnitt optimale Wärmebelegung erreicht wird.

Unter dem Gesichtspunkt der Optimierung der Anlagen wird großes Augenmerk darauf gelegt, dass vorwiegend Einzelobjektversorgungen und Mikronetze (kleine Nahwärmenetze mit kurzen Wärmeleitungen zur Versorgung weniger Objekte – Ortskerne) und Biomasse-Nahwärmenetze im urbanen Gebieten gebaut werden. 

Die Errichtung der 769 Biomasse-Heizwerke hat von 1983 bis 2018 ein Investitionsvolumen von rund € 583.100.000,-, die Errichtung der 27 Biomasse-Heizkraftwerke eine Volumen von € 373.000.000,- (in Summe somit € 956.100.000,--) her­vorgerufen.

Durch die Substituierung fossiler Energieträger kann allein durch die Biomasse Nahwärmeanlagen (ohne KWK-Anlagen) pro Jahr eine Menge von ca. 370.000 to CO2 eingespart werden.

Die Stromerzeugung durch die Biomasse-KWK-Anlagen bringt eine CO2-Einsparung von ca. 160.000 t pro Jahr. 

Die Land- und Forstwirtschaft profitiert durch die Lieferung von rund 4.560.000 SRM Waldhackgut und 17.000 t Stroh dahingehend, als dass ca. € 82.100.000,-- an Wertschöpfung pro Jahr in der Region verbleibt und nicht ins Ausland durch den Zukauf von fossilen Brennstoffen abfließt. Die Wertschöpfung durch Nutzung von rund 1.478.000 Schüttraummeter an Sägenebenprodukten beträgt € 20.699.500,-- die vorwiegend dem Holzverarbeitenden Gewerbe zu Gute kommt. In Summe beträgt die Wertschöpfung allein durch den Betrieb der Biomasse Nahwärme- und Biomasse-KWK-Anlagen in NÖ € 103.960.000,-- pro Jahr.

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